Kontakt

Für weitere Informationen oder Ärzte in Ihrer Nähe können Sie mit uns Kontakt aufnehmen oder bei diesen Einrichtungen nachfragen.

Wie Blasenkrebs entsteht

Wenn sich gesunde Schleimhautzellen bösartig verändern, entsteht ein Tumor.

Krebs entwickelt sich aus veränderten Zellen, die als bösartiger Tumor meist schnell und unkontrolliert wachsen und fast überall im Körper auftreten können – auch in der Blase. Je nach Ausbreitung kann der Tumor auf die Blase beschränkt sein oder in Form von Metastasen in andere Körperregionen streuen.

Die genauen Ursachen von Blasenkrebs sind unbekannt. Mindestens die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen sind vermutlich auf das Rauchen zurückzuführen. Rauchen gilt deshalb als Risikofaktor Nummer 1 für Blasenkrebs*.

Tabakrauch enthält viele krebserregende Stoffe. Sie gelangen von der Lunge in den Kreislauf und werden von den Nieren mit dem Urin in die Blase ausgefiltert. Dort verändern sie die Erbinformation der gesunden Schleimhautzellen, die dadurch zu bösartigen Tumorzellen werden können. Mit der Zeit kann dadurch ein Tumor in der Blasenschleimhaut entstehen.

Ein weiterer Risikofaktor für Blasenkrebs sind sogenannte aromatische Amine. Diesen Stoffen sind vor allem Menschen in Berufen der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie im Malerhandwerk ausgesetzt. Auch langjährige chronische Blasenentzündungen und die häufige Einnahme eines Schmerzmedikaments mit dem Wirkstoff Phenacetin erhöhen das Risiko, an Blasenkrebs** zu erkranken.

* Quelle: US-National Cancer Institute in Bethesda, veröffentlicht im Journal of the American Medical Association JAMA, 2011; 306: 737-745)

** Quelle: Deutsche Krebshilfe/Robert-Koch-Institut, Broschüre ‚Blasenkrebs’ Seite 14