Informationen

Vorsorgeuntersuchungen für Blasenkrebs, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, gibt es derzeit nicht. Viele Urologen bieten aber spezielle Urintests an, mit denen Stoffe nachgewiesen werden, die nur von Krebszellen gebildet werden. Bei einem positiven Testergebnis sind weitere Untersuchungen erforderlich, wie eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und eine Blasenspiegelung. Die Kosten übernimmt dann die gesetzliche Krankenkasse.

Diagnose

Welche Beschwerden Blasenkrebs verursacht

Jede Veränderung beim Wasserlassen sollte aufmerksam beobachtet und gegebenenfalls von einem Urologen untersucht werden.

Blut im Urin – die Ursache dieses Symptoms ist häufig eine Blasenentzündung*. Blut im Urin kann allerdings auch auf Blasenkrebs hindeuten.

Ist das Blut mit bloßem Auge sichtbar, färbt sich der Urin rötlich oder bräunlich. Ist das Blut mit bloßem Auge nicht erkennbar, behält das Urin seine ,normale' Farbe. Meist fällt dann erst bei einer Routineuntersuchung auf, dass der Patient Blut im Urin hat.

Es ist auch möglich, dass ein Blasentumor nach einiger Zeit nicht mehr blutet. In diesem Fall ist meist kein Blut im Urin mehr nachweisbar, obwohl der Tumor weiter wächst. In fortgeschrittenen Stadien von Blasenkrebs können auch Schmerzen auftreten.

Blut im Urin und andere Veränderungen beim Wasserlassen wie verstärkter Harndrang, gestörtes Wasserlassen oder Druck auf der Blase sollten immer zu einem Besuch beim Urologen führen. Das gilt erst recht, wenn Schmerzen aufgetreten sind. Denn frühes Erkennen ist entscheidend, um Blasenkrebs erfolgreich behandeln zu können. Ob es sich bei den Symptomen um Anzeichen für Blasenkrebs oder eine andere Erkrankung handelt, findet der Urologe durch Untersuchungen heraus.

*) Quelle: A prospective analysis of 1,930 patients with hematuria to evaluate current diagnostic practice, Khadra MH, Pickard RS, Charlton M, Powell PH, Neal DE, J Urol. 2000 Feb;163(2):524-7