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Wie der Urologe Blasenkrebs feststellt

Je detaillierter das Bild der Blasenspiegelung, desto früher kann der Arzt tumorverdächtige Stellen erkennen.

Hat der Patient einen Blasentumor?
Wo genau sitzt dieser und wie groß ist er?
Und aus welcher Zellart besteht der Tumor?

Ärzte stellen sich diese Fragen, um für ihren Patienten gegebenenfalls die Therapie mit den besten Erfolgsaussichten zu ermitteln. Um verlässliche Antworten zu erhalten, macht der Urologe meist eine Blasenspiegelung. Dabei führt er ein dünnes, biegsames Endoskop (Zystoskop), vorsichtig durch die Harnröhre bis in die Blase ein. Die Blasenschleimhaut wird meist mit einer winzigen Kamera an der Spitze des Zystokops systematisch abgesucht. Je detaillierter diese Kamera die Blasenschleimhaut darstellt, desto früher kann der Arzt tumorverdächtige Stellen erkennen. Von diesen Stellen nimmt er Gewebeproben (Biopsien) und lässt sie in einem Labor auf Krebszellen untersuchen.

Für die Diagnose von Blasenkrebs hat die Blasenspiegelung eine herausragende Bedeutung. Denn nur mit Hilfe einer Blasenspiegelung lässt sich Blasenkrebs sicher feststellen – oder ausschließen. Während Zystoskope der ersten Generation nur Aufnahmen zulassen, die mit der Bildqualität eines Röhrenfernsehers vergleichbar sind, liefern die Geräte der modernsten Generation gestochen scharfe HD-Bilder mit hohem Kontrast und vielen Details. Die Entwicklung der so genannten NBI-Technologie tut ein Übriges: Sie hat großen Anteil daran, das Blasentumore heute in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden können. Das gilt sowohl für die erstmalige Diagnose eines Tumors als auch für die Kontrolluntersuchungen nach überstandenem Blasenkrebs.


Zystoskop ohne Kamera an der Spitze bei normalem Weißlicht: kleines Bild mit geringer Auflösung; Diese Technologie entspricht dem Standard in vielen Einrichtungen.

Zystoskop mit Kamera an der Spitze bei normalem ‚Weißlicht’: Sicht auf Blasenschleimhaut und Blutgefäße

Oft ist neben der Blasenspiegelung zusätzlich eine Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege erforderlich. So soll herausgefunden werden, ob der Urin von den Nieren bis in die Blase frei fließen kann – oder, ob der Urinfluß durch den Tumor an einer Stelle behindert wird. Eine Ultraschall-Untersuchung, eine Computertomographie (CT) und eine Kernspinuntersuchung (MRT) können Hinweise liefern, ob der Blasentumor in andere Körperbereiche gestreut hat.